Der Standard einer jeden Hunderasse wird vom jeweiligen Ursprungsland, beim Airedale vom Englischen Kennel Club, herausgegeben.

In der Fassung vom 24. Juni 1987, die von der F.C.I. (Fédération Cynologique International) auf ihrer Zusammenkunft anlässlich der Welthundeausstellung in Israel als verbindlich anerkannt wurde, wird die Rasse des Airedale Terrier kurz, prägnant und umfassen beschreiben. Dieser Standard ist Massstab und Zielsetzung für die Züchter und Richter dieser Rasse.


Airedale Terrier - FCI-Standard Nr. 7b vom 24. Juni 1987 

Allgemeines Erscheinungsbild
Grösste der (englischen) Terrierrassen. Ein muskulöser, aktiver, ziemlich kompakter Hund ohne Anzeichen von Hochläufigkeit oder unverhältnismässiger Körperlänge.

Charakteristika
Forsch im Ausdruck, schnell in der Bewegung, jederzeit voll gespannter Erwartung. Sein Charakter wird gekennzeichnet und unterstrichen durch den Ausdruck der Augen, durch die Art, die Ohren zu tragen und durch die aufrechte Rutenhaltung.

Wesen
Offen und vertrauensvoll, freundlich selbstbewusst und intelligent. Stets wachsam, nicht aggressiv, aber furchtlos.

Kopf und Schädel
Schädel lang und flach, nicht zu breit, zwischen den Ohren und zu den Augen hin geringfügig schmaler werdend. Gut proportioniert, ohne deutlichen Unterschied in der Länge und Vorgesicht. Ohne Stirnfalten, mit kaum wahrnehmbarem Stop. Backen flach, nicht ausgeprägt. Vorgesicht gut ausgefüllt, vor den Augen nicht einfallend oder rasch verjüngt. Jedoch soll eine feine Modellierung einen keilförmigen, nichts sagenden Ausdruck vermeiden. Ober- und Unterkiefer tief, kraftvoll, stark und muskulös, da Stärke des Vorgesichts erwünscht ist.
Dagegen ist eine übermässige Entwicklung der Kieferbögen, die eine rundliche oder hervortretende Backenbildung bedingen würde, unerwünscht. Lefzen gut geschlossen, Nase schwarz.

Augen
Von dunkler Farbe, klein, nicht hervortretend. Voller Terrierausdruck, Kühnheit und Intelligenz. Helle oder hervortretende Augen sind höchst unerwünscht.

Ohren
V-förmig, seitlich getragen, klein, aber zur Grösse des Hundes passend. Die obere Linie des gefalteten Ohres befindet sich knapp über der Schädellinie. Herabhängende oder zu hoch angesetzte Ohren sind unerwünscht.

Gebiss
Kräftiger Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Zangengebiss kann akzeptiert werden. Vorbiss und Rückbiss sind unzulässig.

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Hals
Trocken und muskulös, von durchschnittlicher Länge und Stärke, allmählich in die Schultern übergehend, ohne Kehlhaut.

Vorhand
Schultern lang, gut zurückliegend, schräg gelagert. Schulterblätter flach. Vorderläufe ganz gerade mit guter Knochensubstanz. Ellenbogen lotrecht zum Körper, frei an den Schultern arbeitend.

Körper
Rücken kurz, kräftig, gerade und eben, ohne Lockerung. Lendenpartie muskulös. Rippen gut gewölbt.
Bei kurzen und gut aufgerippten Hunden bleibt wenig Raum zwischen den letzten Rippen und den Hüften. Bei einem weniger geschlossenen Hund wird sich gerade hier eine Schwäche zeigen. Brust tief, etwa bis zu den Ellenbogen reichend, aber nicht breit.

Hinterhand
Oberschenkel lang und kräftig mit gut bemuskelten Unterschenkeln und gut gewinkelten Kniegelenken, die weder nach innen, noch nach aussen gedreht werden.
Tiefstehende Sprunggelenke, von hinten betrachtet parallel zueinander.

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Pfoten
Klein, rund und kompakt mit gut ausgebildeten Ballen, gut gepolstert mit gut gebogenen Zehen, weder nach innen, noch nach aussen gestellt.

Rute 
Hoch angesetzt und fröhlich getragen, jedoch nicht über den Rücken gezogen, von guter Stärke und Substanz. Üblicherweise kupiert. Die Spitze soll in etwa die gleiche Höhe erreichen, in der sich das Hinterhauptbein befindet.

Bewegung
Läufe gerade vorwärts greifend. Die Vorderläufe werden frei und parallel zu den Seiten bewegt. Beim herankommenden Hund sollen die Vorderläufe eine Fortsetzung der geraden Linie der Front bilden, wobei die Pfoten denselben Abstand voneinander haben wie die Ellenbogen.
Die Schubkraft kommt aus der Hinterhand.

Haar
Hart, dicht und drahtig, nicht so lang, dass es struppig wirkt. Glatt und flach anliegend, Körper und Läufe bedeckend. Deckhaar hart, drahtig straff, Unterwolle kürzer und weicher.
Das härteste Haar kringelt sich oder ist leicht gewellt. Lockiges oder weiches Haar ist höchst unerwünscht.

Farbe
Sattel schwarz oder grizzle, ebenfalls Nacken und Oberseite der Rute. Alle anderen Körperpartien lohfarben. Die Ohren sind oftmals dunkler im Loh. Dunklere Schattierungen findet man gelegentlich auch am Hals und an den Schläfen. Einige weisse Haare zwischen den Vorderläufen können akzeptiert werden.

Grösse
Schulterhöhe: ca. 58 - 61 cm für Rüden, ca. 56 - 59 cm für Hündinnen.

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen soll.

Anmerkung
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Persönliche Anmerkung

In der Schweiz sowie in weiteren Länder in Europa ist das kupieren verboten. Seit Juni 2002 dürfen auch keine kupierten Hunde mehr in die Schweiz importiert werden

 

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